Stil hat man, oder nicht – typisch BEGEROW 15. Oenologisches Symposium in Geisenheim
Veröffentlicht am 02.09.2011 | Zeichenzahl 3.077
Wie gewohnt erfuhren die Teilnehmer des 15. Oenologischen Symposiums von BEGEROW alles Wissenswerte über die neuesten Trends und Entwicklungen der modernen Oenologie. Einmal mehr kamen am 30. August 2011 in Geisenheim namhafte, internationale Referenten aus Industrie und Wissenschaft zu Wort.
Den Anfang machte Dipl.-Ing. Jörg Weiand (DLR R-N-H). Er zeigte den Einfluss von Maischegärtemperaturen und unterschiedlichen Maischeverarbeitungsprozessen bei Spätburgunder, Dornfelder und Regent auf.
Über Hefenährstoffe, wie z. B. den Einsatz von Gärsalz und Komplexnährstoffen, referierte Prof. Dr. Doris Rauhut (FA Geisenheim), mit dem Fazit, das eine gezielte Hefenährstoffgabe die Aromenbildung fördert und reduktive Noten reduziert.
Die BEGEROW Partnerfirmen Lallemand mit Karl Burger, Novozymes mit Dr. Günter Maier und Chr. Hansen mit Dr. Hentje Swiegers stellten in Kurzreferaten Milchsäurebakterien, Weinenzyme, Hefen und Hefenährstoffe sowie deren Herstellungsverfahren vor. Nach den Referaten bleib ausreichend Zeit für Fragen aus dem Auditorium. Diese wurden individuell und professionell beantwortet.
Der Vortrag von Dr. Angelika Paschke-Kratzin (Universität Hamburg) handelte davon, wie Allergene im Wein nachgewiesen werden und was bei der Analytik zu beachten ist. Im Anschluss daran stellte sie ihr aktuelles FEI-Projekt vor.
Den Abschluss des Vormittags bildete der spannende Vortrag über Nanopartikel bei der Sektbereitung von Prof. Dr. Marin Berovič (Universität Ljublijana).
Mit den Tatsachen der Klimaveränderung beschäftigte sich der Beitrag von Prof. Dr. Gerd Ganteför (Universität Konstanz) nach der Mittagspause. Er rückte die teilweise populistischen Übertreibungen fachlich fundiert und aus Sicht eines Experimentalphysiker nach dem Ursachen-Wirkungs-Prinzip ins rechte Licht.
Prof. Dr. Manfred Großmann (FA Geisenheim) erklärte den Aufbau der OIV, wie die Organisation funktioniert und was aktuell in der Pipeline ist.
Dem Bittergeschmack auf der Spur war Prof. Dr. Fischer (Kompetenzzentrum Wein). Er stellte dem Auditorium den Einfluss von Alkohol, Restzucker, Reinzuchthefen und Maischestandzeiten auf das Geschmacksempfinden „Bitter“ anschaulich dar.
Prof. Dr. Gerhard Raab (FH Ludwigshafen) räumte unter zu Hilfenahme des Neuromarketing mit den Illusionen des rationalen Verbrauchers auf und gab Einblicke hinsichtlich der Kaufbereitschaft von Weinkäufern, wenn ein Verkaufsraum rot, grün, blau oder weiß ist.
Zum Abschluss der Veranstaltung gab es die obligatorischen Herbstempfehlungen für den Weinherbst 2011 von Dr. Ilona Schneider (BEGEROW, Langenlonsheim). Sie stellte die aktuellen Reifedaten vor, wies auf Auffälligkeiten hin (Wespenfraß und Ohrwürmer) und gab wertvolle Tipps für die Verarbeitung von hagelgeschädigtem Lesegut.
Abgerundet wurde die Veranstaltung durch den regen Austausch der Teilnehmer untereinander. BEGEROW hat wieder einmal eine gelungene und hilfreiche Fachveranstaltung mit Stil auf die Beine gestellt, bei der keine Fragen offen blieben.
Über BEGEROW
BEGEROW ist ein führender Systemanbieter für anspruchsvolle Lösungen in der Flüssigkeitsfiltration. Mit rund 250 Mitarbeitern weltweit und Hauptsitz in Langenlonsheim entwickelt und produziert BEGEROW technologisch innovative Filtermedien und Filtrationsanlagen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie sowie die Branchen Chemie, Pharma und Industrie.


